Vertrauen im Gebet – 25.02.2017

Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet, oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die Ihn bitten.
Matthäus 7, 7-11

Ein starker Text! Das galt nicht nur damals, als Jesus da war, sondern gilt immer noch. Denn Jesus ist immer noch da, auch wenn wir Ihn nicht sehen. Damals machte Jesus alle gesund, die zu Ihm kamen und Ihn darum baten. Ist Jesus heute anders?
Gewiß, Paulus hatte einen Pfahl im Fleisch, einen Stachel, der ihm wehtat. Dreimal bat er Gott um Heilung. Doch Gott meinte, Seine Gnade im schwachen Paulus sei genug. Hiob litt sehr stark, obwohl er sehr treu an Gott hing. Nicht jede Krankheit wird Jesus heilen, klar. Aber es gibt jede Menge Krankheiten, die sind vom feind oder durch unsere falsche Lebensgestaltung verursacht und nicht von Gott gewollt.
Darum wollen wir Jesu Angesicht suchen und fragen: Was willst Du, HErr? Und wenn wir nichts finden, was gegen Heilung und Gesundheit spricht, dann wollen wir Ihn bitten, und immer wieder anklopfen, bis ER hört und Antwort gibt. ER hat versprochen: Seinen Kindern gibt ER nichts Schlechtes, sondern nur Gutes! – und dazu gehört in der Regel auch Gesundheit.
Wenn wir zu Jesus kommen und um etwas bitten, brauchen wir Glauben. Der Glaube wächst im Gespräch mit Gott. Wir brauchen Ihn nicht zu überzeugen oder überreden; ER weiß allein, was gut für uns ist. Darum wollen wir still vor Ihm sein, und unser Problem im Herzen vor Ihm hin und her bewegen und Ihn dabei ansehen. Wir wollen auf Seine Antwort in unserem Herzen warten; Gott wird Glauben wachsen lassen für dieses Problem.
Ist unser Glaube stark und wir sind sicher, daß Gott unser Problem lösen will, dann beten wir laut und stark: Im Namen Jesu, Schmerz und Krankheit verschwinde! – und fangen an, Ihm zu danken. Wir vertreiben auch jede dunkle Macht, die uns quälen will: Im Namen Jesu, Geist der Krankheit und des Todes, verschwinde! Im Namen Jesu zerbreche ich jedes böse Wort, das über mir ausgesprochen wurde und zerbreche jeden Fluch über mich! Finsternis, verschwinde im Namen Jesu! Ich stelle mich unter den Schutz und das Blut Jesu. – Und dann fangen wir wieder an zu danken. Wir können Ihm für alles Mögliche danken, und unser Herz wird dabei immer leichter, freier und fröhlicher. ER ist der HErr, der uns wunderbar umsorgt!

Danke, Jesus, daß Du Krankheit und Tod nicht magst! Danke, daß Du für mich sorgst! Ich vertraue mich Dir an und gebiete Krankheit und Tod, Schmerz, Leid und Gebundenheit zu verschwinden, im Namen Jesu. Du bist da, der wunderbar für mich sorgt.

Bibellese heute: 1. Mose, Genesis 33

Lieber Leser, dies ist ein Experiment. Wenn Du Schmerzen hast oder krank bist, lege bitte Deine Hände auf die Stelle. Und bete das Gebet oben im Namen Jesu. Wenn Du Heilung oder Besserung erfährst, wäre es sehr lieb, wenn Du mir davon berichtest. Schreibe bitte an meine E-Mail-Adresse:
<frank.lietuva@gmail.com>   Danke!!!

Die Versuchung des Reichtums – 24.02.2017

Erfüllt vom Heiligen Geist, verließ Jesus die Jordangegend. Darauf führte Ihn der Geist vierzig Tag lang in der Wüste umher, und dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt. …
Da führte Ihn der Teufel auf einen Berg hinauf und zeigte Ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde. Und er sagte zu Ihm:
All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich Dir geben; denn sie sind mir überlassen, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn Du Dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird Dir alles gehören.
Lukas 4, 1.2.5-7

Dem Teufel gehören anscheinend wirklich alle Reiche und aller Reichtum dieser Welt. Jesus widerspricht ihm da gar nicht. Nur wollte ER ganz bestimmt nicht niederknien und den Teufel anbeten. Denn nur vor dem HErrn, Gott allein, darf man niederknien und Ihn anbeten.
Diese Versuchung mit dem Reichtum, Erfolg, Wohlstand und Gesundheit tritt an wohl jeden Christen heran. Wer möchte denn nicht ewig gesund sein? Erfolg im Beruf haben? Reichtum und Luxus anhäufen? Reisen, wie es gefällt? Und leider gibt es Christen, die darauf hereinfallen und für Reichtum und anderes ihre Seele geben. Das Zentrum ihres Denkens und Glaubens verschiebt sich allmählich, bis an Jesu Stelle der Erfolg tritt. Sogar große Evangelisten sind dieser Versuchung erlegen. Ihr Denken ist Geld, Geld, Geld und nicht mehr Jesus. Jesus wird nur noch benutzt, um Geld zu machen.
Es gibt auch diese HErr-segne-mich-Christen. Sie denken nicht so sehr an die Nachfolge Jesu, sondern daran, daß der HErr sie segnen soll. Im Beruf, in der Ehe, im Hobby …. auf allen Wegen wird der HErr gebraucht, um die Wege dieser Christen abzusegnen. ER hat ja viel Geduld, aber ER möchte lieber, daß sie anfangen, die Quelle zu suchen und klares Wasser trinken anstatt das Gift der Versuchungen. Diese Christen sind in sich unruhig und meinen, durch mehr Geld, mehr Erfolg, mehr Gesundheit läßt sich die Unruhe bekämpfen. Sie sind getrieben zum Erfolg … Wohl dem, der Ruhe findet an Jesu Herz!
Jesus gibt die einzig kluge und richtige Antwort auf die Versuchung: Du sollst den HErrn, Deinen Gott, allein anbeten. Ja, in der Dankbarkeit liegt Kraft. In unserem Hinwenden zu Gott bekommen wir die Möglichkeit, sorgenfrei und dankbar, voller Frieden, Zufriedenheit und Harmonie zu leben; – Geld allein bringt diesen Segen bestimmt nicht. Wir sollen Jesus nachfolgen, auf Seinen Wegen gehen. Und der Weg Jesu heißt nicht: Erfolg um jeden Preis. Jesus konnte dienen. ER konnte Entbehrungen ertragen. ER war manchmal krank und schwach (vgl Jes. 53). ER wurde verspottet und verhöhnt. Sein Freund, mit dem ER das Brot zusammen aß, hat Ihn verraten. Äußerlich war Jesu Leben kein Erfolg. Und dennoch: Gott war sehr, sehr zufrieden mit Jesus, so daß ER Ihn in den Himmel holte und Ihm den Platz zu Seiner Rechten gab.
Wir wollen lieber sein wie Jesus!!! – und darauf vertrauen, daß Gott wie ein Vater für uns sorgt. Dann wird es uns wirklich gut gehen.

Danke, Vater im Himmel, daß Du so gut für mich sorgst! Ich brauche mir keine Sorgen machen und nicht stressig dem Erfolg nachjagen. Ich brauche mich nicht verstellen und so tun als ob … Ich habe Jesus, den Retter, der mich erlöst, heiligt, gebraucht und immerfort rettet. Danke, Vater, ich bin Dein Kind.

Bibellese heute: 1. Mose, Genesis 32

… in Eintracht zusammen sein – 23.02.2017

Seht doch, wie gut und schön ist es,
wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.
…  Denn dort spendet der HErr Segen und Leben in Ewigkeit.
Psalm 133, 1.3

Ja, es ist herrlich, in der großen Familie Gottes zu sein! Wenn dort Harmonie und Eintracht herrscht, wie wohl, angenommen und willkommen fühlt man sich!
Ich war in einer Versammlung, und dort sorgte jeder für den andern. Möchtest du einen Keks? Hast du genug Tee? Bitte sag, was du auf dem Herzen hast! – Das erinnerte mich an das Bibelwort: Einer komme dem andern an Ehrerbietung zuvor …
Oder ein anderes Bibelwort: Ihr seid einander nichts schuldig, nur die Liebe schuldet ihr einander. … Oder: Ein jeder trage die Last des andern …
O, wie gut geht es mir, in dieser Familie Gottes! Da mag sogar manchmal einer eine „falsche“ Ansicht über Gott und die Bibel vertreten, es wird nicht Gericht gehalten. Da mag mancher nicht so gut sprechen können, aber man hat Geduld und versucht den andern zu verstehen. Da mag noch mancher mit seinen Sünden zu kämpfen haben, aber man erinnert sich, daß man selber auch noch am kämpfen ist. Es wird keiner verurteilt, sondern man hilft sich gegenseitig auf dem Weg zu Gott. Man verteilt Liebe und keine scharfen ZungenHiebe. O, wie gut geht es mir in der Gemeinde der Brüder!
Und wenn die Brüder dann zusammen zum Lobe Gottes singen! Das geht durch. Sie haben nicht die schönsten Stimmen und treffen nicht immer den richtigen Ton, aber es singt das Herz. Und das berührt mein Herz. Da kann ich von Herzen mitsingen und dem großen König der Könige Lob und Dank opfern!! ER ist mitten unter uns, spürbar. Da geschieht Heilung der Seele und des Leibes, da kommt das Herz zu Ruhe!
Und wenn dann zusammen gebetet wird, ist Gott da. Eine himmlische Ruhe herrscht. Das Herz betet, und alle beten mit. Der Friede und die Freude Gottes macht sich breit. Dann gibt es keine „unlösbaren“ Probleme mehr, dann gibt es nur noch die Einheit mit dem Allmächtigen, dem HErrn der Herren. Dann kommt Dank und Lob hoch, weil ER der Sieger über alles ist.
Wie gut ist es, wenn Brüder in Eintracht zusammen sind! Dort fließt der Segen Gottes, die Kraft Gottes wirkt und neue Menschen entstehen.

Danke, Jesus, daß Du so sichtbar und fühlbar da bist! Ja, ich liebe die Gemeinschaft mit den Brüdern und Deine Gegenwart mitten unter uns. Du kannst dann Heilung und Heiligung wirken, – wir wollen Dir gehören.

Bibellese heute: 1. Mose, Genesis 31

Ein Garten im dürren Land – 22.02.2017

Der HErr wird dich immer führen,
auch im dürren Land macht Er dich satt
und stärkt deine Glieder.
Du gleichst einem bewässerten Garten,
einer Quelle, deren Wasser niemals versiegt.
Jesaja 58, 11

Unser Lebensweg hat viele Fragezeichen. Wenn man zurückschaut, kommt oft die Frage hoch, ob dieses oder jenes wirklich richtig war, oder ob ein anderer Weg vielleicht besser gewesen wäre. Und was wir heute entschieden haben, ob das so angemessen war? Vielleicht wird sich morgen zeigen, daß wir nicht richtig lagen. Und was ist mit morgen und übermorgen und im nächsten Jahr? Wir wissen das alles nicht.
Gott schwebt über unserem Leben, wenn wir es Ihm in die Hand gegeben haben. ER hat sozusagen eine Vogelperspektive auf unser Leben. Einiges hat Er zugelassen, weil es vielleicht nicht so wichtig war; anderes hat ER zugelassen, um unseren Stolz zu mindern; und einiges Schwere hat ER zugelassen, damit wir Ihn und Seinen Trost suchen. Wir wären wahrscheinlich nicht gläubig geworden, wenn unser Leben immer ein voller Erfolg gewesen wäre.
Und das Gleiche gilt für heute und für die Zukunft. ER läßt manche Fehlentscheidung zu, weil ER uns abhängig von Sich und Seiner Gnade machen will. ER läßt manchen Mißerfolg zu, damit wir Seinen Trost und Seine Hilfe suchen. Gelingt uns alles, brauchen wir Seinen Segen nicht. Dann vergessen wir Ihn schnell.
So kann ich Ja sagen zu meinen Wegen in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft. Ich weiß: Der HErr steht über den Dingen. Oft hat ER mich bewahrt, wenn es nötig war. Das ist mir Sicherheit genug. Nun kann ich kleinere Übel annehmen, es ist für Ihn, für Seine Sichtweise, nicht so schlimm. ER wird mich immerdar führen, das weiß ich . Wenn ich mich verlaufe, so ist Er da und bringt mich zurück auf den rechten Weg. Wie gut ist diese Sicherheit! Sie macht mich mutig. Ich kann Fehler machen, Gott paßt auf! Das ist eine große Freiheit, die ER mir dadurch schenkt.
Manchmal ist man im „dürren Land“, in der Wüste. Gefühlsmäßig liegen wir am Boden. Es bleibt nichts von dem, was wir einmal hatten. Wie Hiob, dem alles zerstört wurde, sogar die Gesundheit. Doch auch im dürren Land ist ER bei mir, macht meinen Leib und meine Seele satt, und stärkt meine Glieder.
Ich empfinde, ich lebe im dürren Land und bin ganz auf Seine Versorgung angewiesen. Und andere denken, ich lebe in einer Oase.
Ja, ich bin im dürren Land, aber der HErr hat eine Quelle für mich. Und solange ich mich an Ihn klammere, ist mein Leben wie eine Oase, wie ein bewässerter Garten inmittenderWüste und ich kann für andere zum Segen werden.

Danke, Vater im Himmel, Du hast mich immer satt gemacht! Du hast Dich um alle Dinge gekümmert und ich hatte reichlich. Als ich Dir noch nicht vertraute, hatte ich Sorgen und Not. Doch nun sorgst Du für mich und das ist gut!! Danke, daß Du mich zum Segen werden läßt. Danke, daß Du mich immerdar führen wirst. An Deiner Hand gehe ich durch´s Leben und sogar durch´s Sterben. Denn bei Dir allein bin ich geborgen.

Bibellese heute: 1. Mose, Genesis 30

Komm heraus! – 21.02.2017

Jesus rief mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
Johannes 11, 43

Jesu Freund Lazarus war gestorben. Als Jesus das hörte, war Er sehr traurig. Aber dann ging Er hin, um ihn von den Toten zurückzuholen. ER wußte den Willen Gottes. Weil Jesus in der Stille mit Gott reden konnte, und Gott es Ihm gesagt hatte. Wenn der himmlische Vater etwas sagt, dann wird es sicher geschehen. So konnte Jesus voll Zuversicht zum Grab gehen und Lazarus herausrufen (er lag in einer Felsenhöhle; der Stein davor war schon auf Jesu Geheiß weggerollt worden. Der Ausgang war frei für Lazarus … wenn er denn lebt).
Ja, und da kam Lazarus wirklich aus dem Grab heraus, in dem er in der Tropenhitze schon drei Tage gelegen hatte; – seine Schwester Marta meinte, es riecht schon … Man kann sich vorstellen, wie freudig-entsetzt die Menschen und seine Schwestern gewesen sind! Viele Juden kamen zum Glauben an Jesus. Nur die Pharisäer faßten jetzt den Entschluß, Jesus zu töten. Das war ihnen zu viel Wunder und Sohn Gottes …
Was gibt es Größeres, als das ein Mensch nach drei Tagen wieder von den Toten aufersteht? Jesus hat die Macht über den Tod! Der Tod ist nun nicht mehr endgültig, er hat nicht mehr das letzte Wort! Es gibt mehr als den Tod!
Jesus sieht das Leben vieler Menschen und auch vieler Christen so, wie es bei Lazarus war: Tot. Langweilig. Kein Ziel, keine Hoffnung, kein Ausweg …. Und nun steht ER da, der HErr über Leben und Tod, und ruft: Komm heraus! Wer wird Ihn hören? Wer wird Ihm vertrauen und sich neu auf den Weg machen? Wer wird vom Tod zum Leben durchdringen? Wer ergreift die Hoffnung, die Jesus geben will? ER ruft: Komm heraus! – wie ist unsere Antwort?
Es gibt recht viele Christen, die es sich gemütlich eingerichtet haben. Gottesdienst, Bibelkreis, vielleicht noch der Chor, abends das Fernsehen, die Bekannten …. Alles hat seinen geordneten Gang. Aber manchmal ist da kein Leben mehr drin. Die Beziehung zu Jesus ist gestorben. Man redet eigentlich nur noch über Jesus, und die Gebete sind mehr Selbstgespräch … Nun ruft Jesus: Komm heraus!!
Jesus ruft in die totale Nachfolge. So ein wenig christlich, das reicht Ihm nicht. ER will totales Leben für uns. Aber ER will auch unser Leben total regieren und in die Hand nehmen. Es ist wie ein Tausch: Wir geben Ihm alles, und Er gibt uns alles, wo nach uns dürstet. Aber am schönsten ist es, mit Ihm zusammen zu sein. Das ist die eigentliche Erfüllung unseres Lebens. Das bekommen die Leute, die heraus gehen aus ihren Sicherheiten und Gemütlichkeiten … Wer mit Ihm wandert, der hat den besten Gefährten.

Ja, Jesus, ich will mit Dir gehen! Du rufst mich, und ich will kommen, ich komme heraus aus meinem „Muff“ und lasse mich auf ein Leben total mit Dir ein. Denn ich weiß: Ein Tag in Deiner Nähe ist besser als tausend ohne Dich. Hier bin ich!

Bibellese heute: 1. Mose, Genesis 29

Glaube – 20.02.2017

Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
Johannes 11, 40

Das sagte Jesus zu Marta. Ihr Bruder Lazarus war gestorben und sie machte Jesus einen Vorwurf, weil ER nicht da war und ihn rechtzeitig geheilt hatte. Doch Jesus hatte anderes im Sinne. Er wollte ein noch größeres Wunder tun, nämlich Lazarus aus dem Grabe rufen. Marta war sehr praktisch veranlagt und meinte, er stinkt schon, denn die Beerdigung war vor drei Tagen. Da sagte Jesus dieses Wort oben.
Glauben, ja, was ist das??
Manche strengen ihren Willen an. Sie wollen unbedingt irgendetwas glauben und darauf bauen, daß Gott es tun wird. Manche denken, wenn die Emotionen hoch kochen und ihre Gefühle heiß sind, dann können sie beten, um was sie wollen; – Gott wird es tun. Aber das ist nicht so. Oft geschieht gar nichts. Und die Leute sind enttäuscht. Sie haben sich so angestrengt, waren sich so sicher, doch Gott reagierte nicht und hörte nicht auf ihre Gebete.
Glaube ist nicht so sehr Willenssache und auch nicht eine Sache der Gefühle. Glaube wächst im Herzen, daran ist alles beteiligt: Wille, Gefühl, Verstand, Kraft, die Seele und vor allem der Heilige Geist, der im Herzen wohnt.
Im Gespräch mit Gott über eine Sache bekommen wir einen Eindruck, wie Gott darüber denkt. Und dann wächst unser Glaube, daß Gott genau dieses tun möchte. Und dann fangen wir an, darum zu beten, daß Gott es macht! Das ist, vereinfacht gesagt, unser Glaube, der Berge versetzt. Gott reagiert auf diesen Glauben, den ER selber in unser Herz gelegt hat.
Jesus tat nur das, was Sein Vater Ihm sagte. So fand ER Zachäus, der sich im Baum versteckte. So wußte ER von Nathanael, bevor er zu Ihm kam. So konnte ER die Menschen heilen, die zu Ihm kamen. ER wußte, was Gott wollte, und konnte dementsprechend handeln und beten.
So wollen wir es auch tun. Im Gebet wollen wir Gottes Meinung suchen, Ihn fragen und erst wenn wir uns sicher sind, um das Wunder beten. Dann werden wir die Herrlichkeit Gottes sehen. Welch eine große Verheißung!! Ja, ich möchte Gottes Wirken hier und jetzt sehen. Darum gehe ich ins Gebet, bin stille vor Ihm und rede mit Ihm über alle Dinge. Ich möchte Ihn hören und wissen, was Er möchte. So kann ich manchmal Wunder sehen und die Herrlichkeit Gottes erleben.

Danke, Jesus, Du bist nicht fern! Danke, daß Du mit mir redest! Ja, ich möchte mehr von Dir wissen und die Herrlichkeit Gottes sehen. Tu meine Ohren auf!

Bibellese heute: 1. Mose, Genesis 28

Segen im Überfluß — 19.02.2017

Ja, stellt mich auf die Probe damit,
spricht der HErr der Heere,
und wartet, ob ich euch dann nicht
die Schleusen des Himmels öffne
und Segen im Übermaß auf euch herabschütte.
Maleachi 3, 10

Hier geht es um den Zehnten. Gott hatte im Alten Testament das Gebot gegeben, daß jeder Israelit den 10. Teil seiner Ernte für den Dienst am Heiligtum abgeben sollte. Gott versprach ihnen großen, großen Segen. Ja, man sollte Ihn auf die Probe stellen! Die Schleusen des Himmels will ER öffnen und Segen im Übermaß auf Israel herabschütten.
Wenn das schon für den Zehnten Teil gilt, wieviel mehr gilt es, wenn wir uns als heiliges, lebendiges Opfer selbst dem HErrn darbringen, so wie in Römer 12,1 geschrieben steht. Dann gibt es für Gottes Segen kein Halten mehr!
Leider machen manche ein „Wohlstandsevangelium“ aus diesen Versen und den Segensverheißungen. Lebst du nach Gottes Wort, und glaubst du, dann fällt dir der Reichtum nur so zu. Sozusagen ein Gradmesser unserer Heiligkeit ist unser Wohlstand.
Aber wir Christen machen manche Prüfung mit und erleiden schwere Zeiten (so wie Hiob). Gott nimmt uns in die Schule! ER beschneidet die Weinrebe, damit sie fruchtbarer wird, und ER beschneidet uns, damit das Unnütze, der Stolz, die Eitelkeit, die Begierden, der Neid, der Richtgeist und vieles andere verschwindet. Wenn wir für Gott leben wollen, was sollen wir mit Bitterkeit, Selbstmitleid, Stolz und Neid in unsern Herzen? ER soll es bitte wegnehmen! – und dazu bedient ER sich Seiner Schule. Leider für uns manchmal sehr schwer und hart, es geht sogar manchmal bis an unsere Grenzen.
Und trotzdem stimmt der Vers oben, das mit dem Segen! Denn in diesen schweren Zeiten ist Gott uns ganz besonders nahe. Besser die Nähe Gottes, als ein volles Bankkonto! Ja, wenn Gott uns ganz nahe ist, fehlt uns ganz sicher kein anderer Segen, das wird dann alles zur Nebensache.
Geben wir uns Gott hin als lebendiges Opfer, so ist uns Seine Nähe und Sein Segen gewiß. ER ist da, hält Seine Hand über uns, regelt viele Dinge im Voraus, beschenkt uns mit Kleinigkeiten und großen Dingen, überrascht uns durch kleine Geschenke, hört unser Gebet, gibt uns Seine Freude im Übermaß, hüllt uns ein in Seinen Frieden … Ja, ER schüttet Seinen Segen im Übermaß auf uns herab!

Danke, Jesus, durch Dich kann ich Gott nahe sein! Schön ist es, wenn ER in schweren Zeiten da ist, wenn Sein Trost mein Herz durchströmt und sich Friede breitmacht. Ja, Jesus, ich will Dir gehören als heiliges, lebendiges Opfer. Danke, daß Du in jeder Hinsicht für mich sorgst und Segen im Übermaß für mich hast!

Bibellese heute: 1. Mose, Genesis 27