0

Wartezeiten – 30.07.2015

Meine Seele, warum bist du betrübt
und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde Ihm noch danken,
meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.
Psalm 42, 6

Sogar der König David, der so viel mit Gott erlebt hatte, kennt diese Unruhe und Bedrückung, wenn etwas nicht gut läuft. Darum muß er sich selber ermahnen, auf Gott zu warten, und er muß seinen Blick bewußt auf Gott richten.
Wir möchten immer alles sofort. Wenn wir uns etwas wünschen, wollen wir es sofort. Wenn wir ein Problem haben, muß es sofort gelöst werden. Es fällt uns schon schwer, an der Bushaltestelle auf den Bus zu warten. Und doch sind diese Zeiten so wichtig. Nicht wegen dem Handy, damit man noch eine Runde spielen kann oder den Freunden wieder eine Nachricht zuschicken kann, sondern weil wir ungestört Zeit haben, unseren Blick wieder auf Gott zu richten. Verplempere nicht die Wartezeiten, werde nicht unruhig, sondern genieße es, ungestört mit Ihm zu reden.
Die Wartezeiten, bis ein großes Problem gelöst ist, sind wichtig. Sie lassen uns reifen. Geduld ist ein Zeichen von Reife. Und ein starker Glaube ist das Zeichen eines reifen Christen. Er weiß: Gott ist mein Retter, Ihm werde ich noch danken!
Wenn wir Probleme haben, wollen wir Gott nicht drängen. Es ist gut, Ihm die Sorgen zu erzählen, aber es ist zuviel, wenn wir Ihn überreden wollen, sofort alles nach unseren Wünschen zu erledigen. Das Gebet ist mehr ein Gespräch, in dem wir auch hören, was Gott uns sagen möchte. ER will uns immer Mut machen, Hoffnung und Trost geben. ER will in jeder Situation sich verherrlichen und unseren Glauben an Ihn stärken. ER hat uns fest an der Hand und wird uns überall durchbringen. ER ist der Retter, auf den ich schaue!

Danke, Vater im Himmel, Du hast mich fest an der Hand! Ich will nicht immer vorwärts stürmen, sondern auf Dich warten. Ich will nicht faul sitzen bleiben, wenn Du voran gehst. Ja, hilf mir, Dich immer richtig zu verstehen! Danke für Deine Geduld mit mir.

Bibellese heute: Lukas 24, 36 – 53

0

Der Regenbogen – 29.07.2015

Gott sagt:
Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.
1. Mose, Genesis 9, 13

Heute morgen ging ich aus dem Haus und fing gleich an, mich zu ärgern. Der Nachbar hatte seine Musik zu laut und es hatte die ganze Nacht geregnet. Doch dann sah ich den Regenbogen in den Wolken, ein ganz flacher, aber mit Anfang und Ende. Sofort wußte ich Bescheid: Gott ist uns nicht böse und ich soll andern nicht böse sein.
Es gibt für Gott sicher eine Menge Gründe, sich über uns Menschen zu ärgern. Doch ER will es nicht. ER könnte noch einmal eine Flut schicken wie damals bei Noah und der Arche. Doch ER hat sich entschieden: Nein, ER will uns nicht wieder so böse sein.
Jesus sagt dazu: ER läßt Seine Sonne aufgehen über Gerechte und Ungerechte, ER läßt es regnen über Gute und Böse.
Jesus erzählte ein Gleichnis: Ein Bauer hatte sein Feld angesät und die ersten Halme erschienen. Doch auch das Unkraut wuchs, das hatte der feind zwischen den Weizen gesät. Die Knechte wollte das Unkraut gern ausreißen, doch der Herr sagte, sie würden dann alles ausreißen, also auch den guten Weizen. Sie sollen warten bis zur Ernte, dann wird das Unkraut eingesammelt und verbrannt und der Weizen kommt in die Scheune.
Wie schön, daß Gott uns nicht wieder böse ist! Wie gut, daß ER Sein Bundeszeichen in die Wolken gesetzt hat, so daß es jeder sehen kann! ER hat beschlossen, heute nicht zu strafen, sondern das Gericht zum Jüngsten Tag aufgeschoben. Heute ist Zeit der Gnade! Sein Bund gilt mit Dir! Der Bund ist der Friede, den Jesus zwischen Gott und Mensch geschlossen hat. Vergebung aller Schuld; Heilung der Seele; Sieg über Tod und Teufel. Wenn Du heute den Regenbogen siehst, denke an Seinen Bund mit Dir: ER ist Dir gnädig und hat Dich lieb.

Danke, Jesus, Du hast Frieden gestiftet. Wegen Dir kann ich mich Gott nähern und mit Ihm reden und mit Ihm Gemeinschaft haben. Danke für den Bund und das Zeichen des Bundes! Du bist mir gnädig, Deine Gnade steht über meinem Leben so wie der Regenbogen über der Erde. Du bist gut zu mir!

Bibellese heute: Lukas 24, 1 – 35

0

Der Blindgeborene – 28.07.2015

Jesus sagt zu dem Blindgeborenen:
Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.

Johannes-Evangelium 9,7

Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit Geburt blind war. Die Jünger fragten Ihn: Wer hat Schuld, wer hat gesündigt, er selber oder seine Eltern? Doch Jesus antwortete: Nicht seine Eltern oder er selbst hat Schuld daran. An ihm soll das Wirken Gottes offenbar werden. Und Er spuckte auf die Erde, machte einen Teig und strich ihn dem Blinden auf die Augen.
Von Geburt an sind wir blind für die Wirklichkeiten Gottes. Wir wissen eigentlich gar nichts über Ihn und über die geistliche, unsichtbare Welt. Da brauchen wir Jesus, der uns die Augen öffnet! Wir müssen zu diesem Teich Schiloach und unsere Augen waschen. Schiloach heißt: Der Gesandte, damit ist Jesus gemeint. ER ist das Licht der Welt. Für den Blinden war es normal, nichts zu sehen, nicht die Sonne, den Himmel oder die Vögel. Er sah wirklich gar nichts von den Schönheiten auf der Erde, obwohl er sich danach sehnte. Und wie oft hat er sich wohl gefragt, womit er dieses Schicksal wohl verdient hatte. Doch Jesus fragt nicht nach Schuld; Er nimmt jeden an und heilt jeden. ER will, daß unsere Augen geöffnet werden für die Wirklichkeit Gottes. Und das kann Er!! ER will uns zeigen, wie groß die Güte, Gnade, Geduld und Liebe unseres HErrn ist. ER will uns von allen Lasten befreien. ER will die quälende Schuld vergeben. ER holt heraus aus Trost- und Hoffnungslosigkeit. ER zeigt uns die Sonne des Lebens und bringt uns an die Quelle! ER macht unser Herz wieder fröhlich, so daß wir singen können. ER ist ein wunderbarer HErr!

Danke, Jesus, daß Du gekommen bist, um Sünder zu erlösen. Du bist das Licht der Welt und willst auch mein Leben erleuchten. Wasche mein Herzen rein und dann komm in mein Herz mit Deinem Licht, Deiner Freude und Deiner Liebe! Ich brauche Dich, HErr.

0

Keinen anderen Gott! – 27.07.2015

Psalm 81,10:
Für dich gibt es keinen andern Gott.
Du sollst keinen fremden Gott anbeten.

So ist das also … Gott ist mein Gott. Andere "Götter" kommen für mich nicht in Frage. ER allein ist alles für mich. ER ist die erste Adresse, an die ich mich wende, wenn ein Problem auftritt. ER ist der, bei dem ich Hilfe suche. Bei Ihm kann ich mich ausweinen. ER ist mein Trost. ER ist bei mir, wenn es durch dunkle Täler geht. ER ist mein guter Hirt! ER ist mein Heiland, mein Helfer, mein Schild, meine Hoffnung. ER beschützt mich, wie ein starker Turm. ER ist DER Gott, alles andere ist im Vergleich mit IHM nur Tand und Illusion. Ich will auf IHN sehen, Ihn anbeten und loben; ER soll die Mitte meines Herzen, ja, meines Lebens sein. Mein ganzes Denken, mein ganzes Sein soll um IHN kreisen. Nichts und niemand soll mir den Platz streitig machen, der Ihm zusteht. Von Ihm bekomme ich alles, was ich brauche – und noch viel mehr. ER ist Gott, mein Vater, mein Schöpfer und Erhalter.
Darum will ich Sein Angesicht suchen. Schon morgens, wenn ich aufwache, will ich Ihn begrüßen. Abends, wenn ich schlafen gehe, decke ich mich unter Seinen Schutz. Tags will ich Ihm Zeit widmen und mit Ihm reden und zusammen sein. Mein Tagwerk will ich mit Ihm machen – dann wird es gelingen, so wie Er will. ER gibt Ideen und Hilfe. Zu Seiner Ehre will ich heute leben!
Nichts soll sich zwischen mir und meinem wunderbaren Gott stellen. Alles andere, auch wenn es noch so gut ist, soll zurücktreten in die zweite Reihe. ER ist der Erste und der Letzte!

Danke, Vater, daß ich Dein Kind bin und Du mein Gott bist! Du sorgst wunderbar für mich. Du kennst alle meine Bedürfnisse und stillst sie. Es ist schön, mit Dir zusammen zu leben. Es ist schön, von Dir beschenkt zu werden. Du bist mein Gott, und ich will keinen anderen haben!

0

Der Friede Gottes – 26.07.2015

Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.
Philipperbrief 4,7

Zum Frieden hat uns Gott berufen! Das ist Sein Ziel mit uns, daß wir Frieden haben im Herzen, Frieden mit anderen und Frieden mit Gott. Diesen himmlischen Frieden können wir nicht selber produzieren, sondern Gottes Geist legt ihn in unser Herz. Frieden ist viel mehr wie Waffenstillstand. Es ist die totale Harmonie, die in Psalm 23 beschrieben ist: Der Ruheplatz am Wasser, der gedeckte Tisch im Angesicht meiner Feinde, den Becher reichlich gefüllt, Schutz und Begleitung im dunklen Tal, auf dem richtigen Weg sein und im Haus des HErrn wohnen für alle Zeit. Diesen Frieden kann uns keiner rauben, nur wir selber können aus diesem Frieden herausfallen, zB indem wir den Sorgen zu viel Raum geben. Wir können es üben, diese Gemeinschaft mit Jesus zu halten, indem wir die biblischen Ratschläge beherzigen und danach leben. Nachsinnen über das Gute, handeln, so wie wir es aus der Bibel gelernt haben, und in Gemeinschaft mit Jesus leben. Dann wird der Gott des Friedens mit uns sein.

Danke, Jesus, Du hast Frieden geschaffen! Nun kann mein Herz in Dir ruhen, sogar ausruhen! Du umgibst mich mit Deinem Frieden, mit Freude und Fröhlichkeit und hältst Deine sanfte Hand über mir. Vor wem sollte ich mich fürchten, wenn Du da bist? Lege mir bitte noch mehr von Deinem himmlischen Frieden ins Herz! Du bist doch der Friedefürst!

Bibellese heute: Psalm 23

0

Geduldig, langmütig, freundlich und barmherzig – 2015.07.25

Einsicht macht den Menschen langmütig,
sein Ruhm ist es, über Verfehlungen hinwegzugehen.
Sprüche 19,11

Die Rede ist nicht von Eltern, die die Fehler ihrer Kinder durchgehen lassen und sie nicht zum rechten Leben erziehen. Auch nicht von Regierungen, die ihre Minister machen lassen, wie sie Bestechung annehmen und sich bereichern. Auch nicht von Arbeitgebern, die nicht die Fehler ihrer Arbeiter berichtigen.
Es geht um den Umgang zwischen erwachsenen Menschen in der Gemeinde, Familie, Staat, Kirche usw. Es ist gut, wenn man nicht jeden Fehler bemerkt und an die große Glocke hängt. Es ist gut, wenn man Fehler nicht ständig von neuem bemeckert und den anderen bloßstellt. Es ist gut, wenn man sich erinnert, daß man selber ein fehlerhafter Mensch ist und deshalb um Geduld mit sich selber bitten muß.
Wir fühlen uns nicht wohl in der Gegenwart von Menschen, die jeden kleinen Fehler bemerken und daraus eine große Sache machen. Oder bei Menschen, die ständig eine schlechte Motivation unterstellen. Aber wir fühlen uns wohl bei Menschen, die unsere Fehler anscheinend nicht bemerken, die ein volles Ja zu uns haben, die unsere guten, starken Seiten bemerken und loben, die Hoffnung und Vertrauen auf uns setzen. Menschen, die trotz Versagen wieder neu vertrauen und wegen unserer Fehler den Kontakt nicht abbrechen.
Es sind Menschen, die der HErr in die Schule genommen hat. ER ist langmütig, geduldig, freundlich und gütig zu ihnen. Sie leben aus Seiner Gnade. Und sie lernen es, anderen genau so zu begegnen.
Ja, der HErr hat mir alles vergeben. ER hat mich erschaffen und ein volles Ja zu mir. ER ist geduldig mit mir. ER hat Hoffnung für mich. ER vertraut mir einiges an. ER weiß um meine Schwächen und kann damit umgehen. ER ist freundlich zu mir. ER leitet mich in Sanftmut auf den rechten Weg. ER zwingt mich nicht. ER stellt mich nicht bloß vor anderen. In der Stille korrigiert ER mich. Es ist wunderbar, so einen Freund zu haben!
Und wir wollen solche Freunde für andere werden und keine Richter über alle Gedanken und Taten anderer. Wir wollen andere aufbauen und die Liebe Gottes zeigen. Wir nehmen uns selbst zurück und überlassen das Lob den anderen. Wir stehen fest, denn der HErr hält uns. Wir brauchen nicht mehr die Bewunderung und das Ja der anderen Menschen, weil ER uns liebt.

Danke, Vater im Himmel, Du hältst zu mir! Obwohl ich nur ein kleiner, fehlerhafter Mensch bin, und Du bist der allmächtige, heilige Gott, suchst Du doch Freundschaft mit mir. Du kreidest mir meine Schuld nicht für immer an, sondern vergibst und vergißt. Du sagst Ja zu mir. Wo finde ich einen so wunderbaren Gott wie Dich??

Bibellese heute: Lukas 23, 44 – 56

0

Nehmen und Geben – 24.07.2015

Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber. In Seiner Macht kann Gott alle Gaben über euch ausschütten, so daß euch allezeit in allem alles Nötige ausreichend zur Verfügung steht und ihr noch genug habt, um allen Gutes zu tun.
2. Korinther 9, 7f

Gott ist ein Gott des Überflußes. ER ist selber nicht sparsam oder geizig und Seine Kinder sollen es auch nicht sein. ER gibt alles im Überfluß, erschafft alles im Überfluß und ist reich ohne Ende. Wenn ER viel gibt, hat ER trotzdem nicht weniger.
ER möchte, daß wir geben. Weil wir dann frei werden von der Bindung an Geld und von dem Sehen auf sich selber und unsere eigenen Bedürfnisse. Geben und schenken soll zu unserem Charakter gehören. Wir sehen dann auf den Geber aller Gaben, Gott, und auf den Empfänger, den anderen Menschen. Wir bekommen einen Blick der Barmherzigkeit und lernen, auf Gottes Stimme und Führung zu hören. Gott braucht die barmherzigen Geber, um Gutes hier in der Welt zu tun!
Wenn wir Gott kennen, fällt es uns nicht mehr schwer, zu geben. ER selber hat ja auch Seinen geliebten Sohn für uns gegeben!
Gott möchte einen fröhlichen Geber, der seine Geldsorgen und Existenzängste überwunden hat, weil er in Ihm geborgen ist. In Ihm geborgen, verschwinden alle Sorgen …
Gott möchte einen stillen Bund mit Dir. Keiner soll es wissen, nur ER und Du. Du gibst Deine Gaben an Ihn, nicht an Menschen oder Gemeinden oder Kirchen oder einer wohltätigen Einrichtung, damit sie nicht Dir dankbar sein müssen und Du keine Rechte daraus ziehst. Und ER sorgt dafür, daß Du nicht weniger hast, sondern sogar mehr. Aber es ist kein Geschäft, sondern eine Handlung des Vertrauens und Glaubens.
Sei ein fröhlicher Geber! Sei kein mißmutiger, geiziger, gezwungener Geber. ER hat für Dich alles gegeben, wird ER dann nicht auch in jeder anderen Situation für Dich sorgen? Du bist doch Sein Kind!

Danke, Jesus! Du machst mich frei von Sorgen und Ängsten! Denn bei Dir bin ich wirklich geborgen. Du sorgst für mich in jeder Hinsicht, auch wegen des Geldes. Da kann ich frei und ohne Ängste leben und geben. Du allein machst es möglich!

Bibellese heute: Lukas 23, 26 – 43