Die Last der Fürbitte – 01.03.2018

(Petrus sah Johannes) und er fragte Jesus:
HErr, was wird denn mit ihm? Jesus antwortete ihm: Wenn ich will, daß er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an? Du aber folge mir nach!
Johannes 21, 22

Petrus macht sich Sorgen um Johannes. Nach der Auferstehung Jesu treffen sie ihren Meister und sie reden miteinander über die Zukunft. Petrus erhält sein Wort vom HErrn, und da sieht er Johannes: Was wird mit ihm? Doch Jesus sagt ihm klar: Das geht dich nichts an. Du folge mir nach!
So ist es mit der Fürbitte: Wir dürfen für andere den Segen und Schutz Gottes erbitten. Doch Gott ist der HErr über den anderen und Seine Wege mit ihm sind richtig. Was wissen wir über Seine Pläne?
Eine Frau ist an Krebs erkrankt und viele beten um Heilung. Doch ich weiß, der HErr möchte, daß sie anfängt, Ihn allein zu suchen und nicht nur Heilung. ER möchte viel mehr als die meisten Beter! Ewiges Leben, Freude, Friede, Erfüllung, alles das liegt für sie bereit, wenn sie Ihn sucht und erkennt und annimmt. Nur Heilung ist in diesem Fall zu wenig, der HErr will mehr!
Ein Freund verirrt sich in die kirchlichen Traditionen und Mystik. Er ist stolz, will alles mit dem Verstand begreifen und mit den großen Theologen mithalten. So hat Gott beschlossen, daß er fällt. Aber er ist ein Kind Gottes, und so wird ER ihn wieder zurechtbringen. ER läßt diesen Freund nicht einfach fallen, sondern will den Stolz brechen, damit er Jesus allein vertrauen kann. So erscheint es mir, wenn ich für meinen Freund bete.
Sein Wille soll geschehen, und nicht meiner! Oder, besser gesagt: Mein Gebet soll Seinem Willen entsprechen. Dann kann Gott es erhören.
Ich hatte mich viel herumgeplagt mit Sorgen um diesen Freund. Doch Jesus sagte mir: Es ist meine Last. Er ist mein Kind. Schreibe mir bitte nicht vor, was Ich zu tun habe! Ich weiß den Weg und Ich weiß das Ziel. Du kannst es nicht sehen, aber vertraue mir für deinen Freund und Bruder!
Es fiel mir sehr schwer, diese Sorgen für meinen Freund abzugeben. Aber nun ist es geschafft und ich kann für meinen Freund beten und jetzt schon Danke sagen. Jesus läßt ihn nicht fallen und vergißt ihn nicht, obwohl er heute auf Abwegen ist. Wie gut, wie beruhigend für mich!
So können wir sogar die Lasten der Fürbitte abwälzen auf unseren gnädigen HErrn. ER kennt alle Umstände, alles Elend, alle Gefahren. Und ER will das Beste für den Menschen. Beten wir für andere, so wollen gleichzeitig Danke sagen! Dann wird die Last zum Segen für uns, zur Befreiung, sogar zur Freude.
Wir müssen aufpassen, daß wir Jesus nicht vorschreiben, wie ER zu handeln hat. Wir dürfen für andere beten, aber nicht in der Weise von Magie, indem wir Jesus überreden wollen oder zu irgend etwas zwingen wollen. Wir können von Gott nichts ertrotzen; ER ist doch schon gnädig!

Danke, Jesus! Du kümmerst Dich um meine Leute, für die ich bete. Du willst ihr Bestes. Ich kann sie Dir anvertrauen, auch wenn ich jetzt Angst um sie habe. Du hast gute Pläne für sie, die ich nicht immer kenne. HErr, ich vertraue Dir!

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