Streben nach dem Siegespreis – 09.11.2016

Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. Das Ziel vor Augen jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt.
Philipper 3, 13f.

Gestern haben wir gelesen: Allein Jesu Gnade genügt … Und heute lesen wir: Wir sollen mit aller Kraft streben und dem Ziel nachjagen. Ja, was denn? Sich beschenken lassen oder es mit Kraft erstreben? Es ist keine Entweder-Oder-Frage, sondern ein Sowohl-als-auch.
In der Bibel gibt es oft solche „logischen“ Ungereimtheiten, zB daß Gott eins ist und doch drei. Wir können das nicht immer ganz erfassen. Aber wir glauben, daß es Sinn macht, weil Jesus es uns sagt.
Ein bekannter Mann sagte einmal: Ich arbeite, als ob alles von mir abhängt, und ich bete, als ob alles von meinem Beten abhängt.
So können wir es verstehen.
Ein Landwirt gibt sich viel Mühe, damit seine Frucht gedeiht. Er muß gut pflügen, eggen und säen. Und doch kann er keinen Regen machen, die Sonne nicht scheinen lassen oder das Wachstum der Pflanzen machen. Er ist, ob er es weiß oder nicht, vom Schöpfer abhängig. Ohne die Arbeit des Landwirts gibt es keine Ernte, und ohne den Segen Gottes würde nichts wachsen.
Wir sind voll auf die Gnade Gottes angewiesen, wenn wir in den Himmel kommen wollen. Und wir müssen mit aller Kraft danach streben, in den Himmel zu kommen.
Aber unser Streben ist kein „Muß“. Wir liefern uns Jesus ganz aus und gehen Seinen Weg. Wir kämpfen gegen unser altes, dickes, fettes Ich, daß bequem und faul oder voller Sorgen, Ängsten und Selbstmitleid, voller Gier, Stolz und Neid ist. Wir kämpfen für die Gerechtigkeit Gottes hier auf dieser Erde. Wir kämpfen im Gebet um die Seelen der Nicht-Christen. Wir streben nach mehr, mehr von Jesus, mehr vom Heiligen Geist, mehr Frieden im Herzen, mehr Freude, mehr Vollmacht … Wir streben mühsam auf dem schmalen Pfad zum Leben vorwärts und lassen uns nicht auf den breiten, bequemen Weg zum Tod ein.
Ich las einmal ein Buch voller Lebensbeschreibungen der Helden Gottes, von der Urkirche an bis heute. Und es wurde fast langweilig, denn die Biografien glichen einander. Die Männer und Frauen Gottes setzten sich unermüdlich für das Evangelium ein und sie nahmen sich viel Zeit für Bibellesen und Gebet, Meditation, Kontemplation und Nachdenken über Gott. Das hat sie geprägt.

Danke, Jesus, Du hast mir den Himmel aufgemacht und mich zu einem Kind Gottes gemacht. Nun will ich mit aller Kraft danach streben, Dir Ehre zu machen und Dir ähnlicher zu werden. Durch Deine Gnade wird es gelingen!

Bibellese heute. Johannes 21,15 – 25

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