Ständige Vergebung – 14.10.2016

Da trat Petrus zu Ihm und fragte: HErr, wie oft muß ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.
Matthäus 18, 21f.

Uff, soooo oft??!! Das ist ja wie ein Freibrief für meinen Nächsten, der kann ja machen, was er will! – so stöhnte ich innerlich, als ich das las. Aber Jesus drehte alles um und so bin ich jetzt froh, daß dieser Vers in der Bibel steht. Denn: Was ER von mir erwartet, daß tut ER selber mit mir! Und ER fängt jeden Tag wieder neu an zu zählen, damit es niemals siebenundsiebzigmal wird! Ja, Seine Geduld mit mir ist wirklich unendlich. Ich glaube, ich hätte mich selber schon längst aufgegeben, wenn ich Jesus wäre …
Es taucht aber noch eine Frage auf: Was ist eigentlich Sünde? Da gibt es die großen Tatsünden wie die Eltern mißachten, lügen, betrügen, stehlen, fremdgehen, töten und Gerüchte verbreiten. Damit muß man sicher schlagartig und radikal Schluß machen, wenn man mit Jesus gehen will. Da gibt es keinerlei Kompromisse.
Aber es gibt so vieles in unserem Leben, das ist Sünde und doch nicht Sünde …. Man fühlt sich nicht wohl, weil man diese Dinge ständig macht, man betet ständig um Vergebung und Befreiung und dennoch beherrscht einen diese Sache. Ständig fühlt man sich schuldig und verurteilt sich selber.
Es gibt die süchtigen Kaffeetrinker, die Christen, die heimlich rauchen oder abends ein Bier trinken oder ein Glas Wein, da gibt es die „Fresser“, die immer essen müssen und nicht nein sagen können, oder andersherum die Magersüchtigen … Da gibt es die, die ihre sexuellen Phantasien nicht in den Griff bekommen … Alles mögliche macht uns unser Christenleben schwer! Manchmal bekommen wir so ein Problem einfach nicht in den Griff! – und dann immer dieses schlechte Gewissen dabei. Nicht genug, daß man sich selber verurteilt, die andern tun es auch noch. Und wie sieht Jesus es? Verurteilt Er uns auch? Oder sagt Er: Ich will Dir vergeben, nur sündige nicht noch einmal!?
Jesus hat sich festgelegt. ER vergibt. Siebenundsiebzigmal am Tag das Gleiche. ER vergißt sogar! Denn Seine Gnade ist noch größer wie unsere Sünde und Unheiligkeit. Nur uns fällt es schwer zu glauben, daß Jesus wirklich vergibt und vergißt.
Jesus ist in uns am Arbeiten, damit wir heilig werden. Er weiß, es geht nicht in fünf Minuten. Aber ER macht langsam einen Heiligen aus uns, wenn wir in Seine Therapie gehen. Er läßt uns sogar manchmal in einer Sünde zappeln, damit wir nicht stolz und hochmütig auf andere herabsehen. ER hat unendlich Geduld. ER wartet, bis die Zeit da ist und wir wirklich soweit sind, mit einer Sache Schluß zu machen. Und dann gelingt es endlich und wir sind frei. Je enger wir mit Jesus leben, desto schneller geht dieser Prozeß. Und solange dieser Heiligungsprozeß, diese Heilung des Herzens, dauert, solange ist Jesus bei uns und steht uns zur Seite. ER hat nämlich ganz, ganz große Hoffnung für uns!

Danke Jesus, daß Du mir sooft vergibst! Ja, ich bin kein Heiliger … Ich brauche ständig Deine Gnade und Vergebung! Danke, daß Du mich niemals fallen läßt! Danke, daß Du mir immer neuen Mut machst!

Bibellese heute: Johannes 12, 12 – 19

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